Die Flächen des Hofes Ramsbrock sind waldgeprägt: Bei einer Gesamtfläche von ca. 78,7 ha sind stolze 54%  – also 42,1 Hektar – von lebendigem Wald bedeckt. Hier verschmilzt die Geschichte der Natur zu einem faszinierendem Mosaik: alter Wald schmiegt sich an 30-jährige Aufforstungen, Nadelbäume wechseln sich mit Laubwald ab und mittendrin stehen majestätische Buchen, mit Totholz und vielen Schwarzspechthöhlen, die die 130-Jahre-Marke längst überschritten haben.

Die besondere Vielfalt dieser Waldbiotoptypen macht Ramsbrock einzigartig. Und es gibt spannende Pläne für die Zukunft: Ein zusätzliches Kulturbiotop mit einer Waldweide soll die Vielfalt der bereits existierenden Waldbiotoptypen noch erweitern.

Die Waldgesellschaften variieren je nach Standort – mal trocken und fast dünenartig, dann wieder feucht oder nass, manchmal sogar staunass wie in diesem Bild. Die ertragreichen Regenfälle im Herbst und Winter 2023/24 haben die Grundwasserschichten aufgefüllt. In tiefer gelegenen Gebieten sammelt sich das oberflächennahe Grundwasser und bildet malerische „Waldseen“. Die Bäume sind derzeit noch in ihrer wohlverdienten Winterpause, aber die feucht-nassen Standorte sind nicht jedermanns Sache – hier haben die Erle und die Moorbirke deutliche Vorteile vor der Kiefer.

Hoffen wir, dass diese Wasserfläche noch lange genug bestehen bleibt, dass Amphibien dort ablaichen und sich der Nachwuchs entwickeln kann.